Der Alltag mit einem Kind kann auch ohne Pandemie und ohne dass dein Kind besondere Bedürfnisse hat, mega intensiv und herausfordernd sein.
Wie ein Spürhund versucht man permanent die Bedürfnisse des Kindes zu erspüren und auch zu erfüllen.
Ich weiß ja nicht wie es dir geht, aber ich hatte keine wirkliche Ahnung was mit dem Muttersein tatsächlich auf mich zukommt.
Ich mein so wirklich.
Klar habe ich während der Schwangerschaft auch die üblichen Schwangerschaftsbücher gewälzt und mir die Ratschläge der Mütter in meinem Umfeld angehört.
Ich habe mich vorbereitet. So gut es halt ging.
Was Muttersein tatsächlich bedeutet, das kapiert man erst dann, wenn man dem Club beigetreten ist.
In erster Linie bedeutet es mal, alles was mit deinem Kind auf dich zukommt, machst du mit Garantie das erste Mal.
Es gibt keinen Übungslauf vorher.
Das Leben mit meinem Sohn und mit meiner Tochter ist jeweils einzigartig.
Nicht vergleichbar.
Und definitiv anders verlaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte.
Es ist ein ständiges Ausprobieren und darauf vertrauen, dass man es halbwegs „richtig“ macht.
Ich habe in meiner Mama Karriere schon so einiges „falsch“ gemacht.
Vieles habe ich auch ganz schön „richtig“ gemacht!
Ich empfinde den Club der Mamas manchmal wie einen Sportverein.
Du kommst mit deinem Kind zum Training und triffst auf die anderen Clubmitglieder (Mütter): Da gibt es die supersportliche, die anscheinend immer alles mit links schafft und ihre Erfolge immer wieder lautstark und unaufgefordert mit dir teilen möchte.
Dann gibt es die im Club, die ihre Kinder wie Goldnuggets bewacht und nur hinter den Kindern her sind, um sie zu bewachen und vor allem zu beschützen. Vor allem vor ihren Erfahrungen.
Egal auf welchen „Typ“ Mama du triffst, es hat oft den Anschein, dass andere Mütter alles besser unter den Hut bekommen wie du? Blödsinn!
Gern läuft man Gefahr sich mit anderen Club Mitglieder zu vergleichen.
Die zeigen sich meistens von ihrer sportlichsten Seite und geben vor Marathonläuferin zu sein, obwohl sie es nicht mal in den zweiten Stock schaffen, ohne außer Atem zu sein.
Dann schleichen sich gefährliche Sätze ein wie:
„Ich hätte das besser machen können.“
„Warum bekomm ich das alles nicht auch so locker und flockig wie die unter den Hut?“
„Selbst meine Schwiegermutter meint, dass ich es besser hinbekommen sollte!“
Solche Sätze sind es, die ich von Müttern von betreuungsintensiven Kindern höre, die bei mir im Coaching sind.
Zweifel machen sich in ihren Köpfen breit und die Sorge, ob sie nicht vielleicht im falschen Verein sind.
Sie stellen sich selbst und ihre Rolle als Mama in Frage.
Mütter wie Du, die 1.000 Prozent geben um eine gute Mutter zu sein.
Mütter die immer wieder etwas an sich finden, was sie falsch gemacht haben oder mindestens besser machen hätten können.
WUAAAAAAAHHHHHHH!
Hallo!
Könnt ihr bitte aufhören?
Bitte hör auf, dich mit anderen Clubmitglieder zu vergleichen!
Macht absolut keinen Sinn und treibt dich mit Sicherheit in den Wahnsinn.
Kannst du dir bitte erlauben, Fehler zu machen?
Meine Kinder hatten keine Bedienungsanleitung bei sich, als sie auf die Welt kamen.
Kein Nachschlagewerk, wo ich mal unter “D” für David und “W”wie “hat einen Wutausbruch” nachsehen könnte.
Also, musste ich da alleine durch. Selbst habe ich Lösungen gefunden mit den herausfordernden Situationen klar zu kommen.
Ich habe versucht, was ich glaubte, nach dem jeweiligen Wissenstand, den ich gerade hatte, mein Bestes zu geben.
Ja, nach dem jeweiligen Wissenstand, den ich eben hatte.
Heute würde ich es wahrscheinlich anders angehen. 
Heute weiß ich aber auch einiges mehr.
Damals habe ich mein Bestes versucht.
Und das ist es was zählt!
Das du dein Bestes versuchst.
Lass dir von niemanden was anderes einreden. Du bist das Beste, was deinem Kind passieren konnte.
Und die anderen im Club straucheln auch und zweifeln auch an sich, sie können es nur geschickter verbergen.

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